Jahreszusammenfassung 2009                                             zurück zu Start

Entscheidung im Speedway-Old-Boy-Cup ist gefallen

Der Sieg im Mecklenburger Old-Boy-Cup 2009 geht an das Team JCB Sternberg, welches mit drei Zählern
Vorsprung die Gesamtwertung vor dem Titelverteidiger DAF Rostock gewinnt. Anders als von den Aktiven erhofft,
konnte die endgültige Entscheidung nicht mehr in Güstrow getroffen werden, denn die Bahn ließ
am 17. Oktober kein Rennen der Speedwayoldies zu und so beinhaltet der Endstand von 135 zu 132 Zählern
nur die Ergebnisse der drei stattgefundenen Veranstaltungen.
Angefangen hatte die Serie mit dem Rennen am 2. Mai in Ludwigslust. Schon dort zeichnete sich eine enge
Wertung auf Grund der Ausgeglichenheit in der Besetzung beider Teams ab. Erst im letzten Lauf sicherte sich
das Team um Hartmut Ernst mit 50 zu 46 den Tagessieg und so eroberte JCB einen Punktevorsprung, der für
den Jahressieg reichen sollte. Am 21. Mai gastierte die Rennserie beim VR-Speedway-Day in Güstrow und
dort konnte Teamchef Willy Zieske von DAF einen Sieg feiern, allerdings verkürzte sich der Rückstand
auf die führenden Gegner um lediglich zwei Punkte. Auch bei diesem Rennen lag im letzten Lauf eine
besondere Dramatik. Während in Ludwigslust ein Sturz kurz vor der Ziellinie einen großen Einfluss
auf das Ergebnis hatte, war es in Güstrow ein Maschinenausfall. Aber gerade diese besonderen Ereignisse
sind es, die den Fahrern und Zuschauern in Erinnerung bleiben und Inhalt der vielen Gespräche sind, die
am Rande der Rennen geführt werden. Der dritte Etappenort hieß Stralsund, wo am 27. Juni zum
Motorsporttag des MC Nordstern erstmals auch die Oldies eingeladen waren. Leider kamen wegen der besonderen
Verhältnisse in der Sundstadt nur 16 Läufe in die Wertung, aber erstmalig wurde von der
Jokerregelung gebrauch gemacht und Thomas Diehr sorgte mit doppelter Siegpunktzahl dafür, das DAF den
Rückstand mit nur einem Zähler auf die siegreichen Männer von JCB klein hielt. Am Ende waren
diese drei Resultate entscheidend, denn sowohl das Rennen in Teterow als auch das Finale in Güstrow
mussten wegen unzureichender Bahnverhältnisse abgesagt werden.

Erstmals Paarwertung bei den Oldies
Trotzdem erlebte der Old-Boy-Cup auch in dieser Saison wieder eine Steigerung. Die auf Grund des
ausgefallenen Rennens in Teterow ins Leben gerufene Paarmeisterschaft hat sich schon nach der ersten Auflage
zu einer Veranstaltung entwickelt, die auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. Den ersten Sieg
eroberten Roland Saß und Frank Kunkel, die mit lediglich einem Punkt Vorsprung vor Ralf Baumann und
Reimar Schwinkendorf erfolgreich waren. Spektakulär war das direkte Duell der beiden Güstrower
Fahrer, denn Ralf Baumann gewann den Start, aber bereits in der ersten Kurve zog Roland Saß an seinem
Gegner vorbei und sicherte sich damit mit seinem Partner die Meisterschaft.

Sieger in der Einzelwertung bekam den ?Goldenen Helm?
Bereits eine Woche später drehte Ralf Baumann die Sache um und gewann die Einzelwertung des
Old-Boy-Cups, die sich an dem aus Pardubice bekannten System orientiert, vor Roland Saß und dem
Drittplatzierten Maik Ebensing. Insgesamt beteiligten sich 24 Aktive aus dem Oldiebereich an dieser erstmals
in Wittstock ausgetragenen Veranstaltung.

MeckPomm-Masters ebenfalls entschieden
Für alle Speedwayfahrer, die das Oldiealter noch nicht erreicht haben, egal ob sie den Sport als Hobby
oder mit professionellen Ambitionen betreiben, wurden in diesem Jahr die MeckPomm-Masters eingeführt. Aus
den beiden in diese Wertung eingegangenen Rennen geht der Teterower Toni Brosowski als Sieger vor Stefan
Bromberg und Fritz Riemer hervor.
Im Rahmen der Veranstaltung in Wittstock wurde um das ?Goldene Band? in dieser Klasse gekämpft und es
gewann im entscheidenden Finale Christian Hefenbrock, der sich eine Woche später den deutschen Vizetitel
sicherte, vor Michael Möller und Lars Mieser.
Gunnar Mörke